Referenzen > IGA Metropole Ruhr 2027

Wo eine ganze Region zur Bühne wird.

iga2027.ruhr

Kurzüberblick

 

Projekttyp

Event-Website / Regionale Kommunikationsplattform

Unsere Rolle

Konzeption, UX-Design, Plattform-Entwicklung, Community-Funktionen und Hosting

Systemcharakter

TYPO3-Plattform mit interaktivem Community-Bereich, Eventmanagement und Ticket-Integration

Reichweite & Nutzung

  • 178 Ausstellungstage
  • 5 Zukunftsgärten in der Metropole Ruhr
  • 5,1 Millionen Menschen in der Region

Wirkung

  • Erste dezentrale IGA Europas digital kommuniziert
  • Community-Plattform für aktive Bürgerbeteiligung
  • mehr als 6.000 Veranstaltungen im Programm

Plattform in Fakten

  • Erste dezentral geplante Internationale Gartenausstellung Europas
  • 178 Ausstellungstage: 23. April bis 17. Oktober 2027
  • 5 Zukunftsgärten in Duisburg, Gelsenkirchen, Dortmund, Lünen und Emscherland
  • Über 6.000 Veranstaltungen im integrierten Eventprogramm
  • Mitmach-Angebote von der Pop-Up-IGA bis zu 100 Wohngärten und Ehrenamt
  • Achtsprachiger Auftritt für internationale Gäste
  • Dauerkarten und Einzeltickets im integrierten Vorverkauf

Hintergrund und Zielsetzung

Die IGA 2027 ist besonders: Erstmals findet eine Internationale Gartenausstellung nicht in einer einzigen Stadt statt, sondern im gesamten Ruhrgebiet mit seinen 53 Kommunen und 5,1 Millionen Menschen. Unter dem Leitmotiv „Wie wollen wir morgen leben?“ verbindet die Ausstellung industrielles Erbe mit Garten- und Landschaftsarchitektur und setzt starke Impulse für Nachhaltigkeit, Mobilität und urbanes Leben.

Für die Durchführungsgesellschaft IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH entstand eine digitale Plattform, die diese Komplexität trägt: ein kommunikativer Knotenpunkt für fünf Zukunftsgärten, dutzende Kommunalprojekte, tausende Veranstaltungen und eine aktiv mitgestaltende Bürgergemeinschaft. Die langjährige Partnerschaft mit dem Regionalverband Ruhr und die gemeinsam aufgebaute technische Basis machten es möglich, auf bewährten Strukturen etwas Neues zu wagen.

Ergebnisse auf einen Blick

Eine Region, viele Stimmen, eine Plattform

Die konzeptionelle Stärke der IGA mit ihren drei Ebenen ZUKUNFTSGÄRTEN, UNSERE GÄRTEN und MEIN GARTEN, fünf Hauptstandorten und zahlreichen Projekten in der ganzen Metropole findet sich in der Websitestruktur wieder. Jeder Zukunftsgarten, jedes Kommunalprojekt und jede Bürgerinitiative erhält angemessene Sichtbarkeit in einer kohärenten, navigierbaren Gesamtarchitektur.

Teilhabe als Designprinzip

Mitmachen ist ein zentrales Anliegen der IGA. Die Plattform ermöglicht Bürgerbeteiligung auf mehreren Ebenen, von der Anmeldung als Ehrenamtler:in über das Einreichen eigener Gartenprojekte bis zur Teilnahme an Community-Aktionen wie der Offenen Gartenpforte. Digitale Reichweite und analoge Erlebnisse greifen ineinander.

Skalierbar vom Vorverkaufsstart bis zum Ausstellungsende

Von der ersten Ticketkampagne bis zum letzten Ausstellungstag trägt die Infrastruktur kontinuierlich wachsende Anforderungen. Die Plattform ist auf Lastspitzen ausgelegt, etwa beim Vorverkaufsstart oder an stark besuchten Ausstellungstagen, und liefert auch dann stabile Performance.

Eine Plattform für eine ganze Region

Die IGA 2027 versteht sich nicht als eingezäuntes Ausstellungsgelände, sondern als offenes Netzwerk. Fünf Zukunftsgärten bilden die Hauptschauplätze. Ergänzt werden sie durch UNSERE GÄRTEN, ein Programm, das vorhandene Park- und Gartenschätze im Ruhrgebiet in Szene setzt, und durch MEIN GARTEN, das Bürgerinnen und Bürger zur Eigeninitiative einlädt. Auf der Website findet diese dreistufige Konzeption ihre digitale Entsprechung.
Die Informationsarchitektur verbindet Veranstaltungsankündigungen, Projektbeschreibungen, Karteninhalte und Community-Beiträge zu einem stimmigen Gesamtbild, ohne dass die Vielfalt der Beiträge aus 53 Kommunen unübersichtlich wird.

In zwei Etappen an den Start

Um früh sichtbar zu sein, ging die IGA-Website bereits 2025 auf der Multisite-Plattform des Regionalverbands Ruhr an den Start, erweitert um die Mitmach-Projektplattform MEIN GARTEN. So konnte die Kommunikation lange vor Ausstellungsbeginn anlaufen, ohne auf zentrale Funktionen zu verzichten.

Anfang 2026 folgte der zweite Schritt: ein komplett neu gestaltetes Layout mit frischer Inhaltsarchitektur. Zeitgleich startete der Ticketvorverkauf über den angebundenen Ticketshop, ergänzt um weitere Funktionen für Besucherinnen und Besucher.

Mitmachen und Community

Die IGA lebt von Beteiligung. Über Pop-Up-IGA-Stationen, die Offene Gartenpforte, das Projekt „100 Wohngärten“ und den Freundeskreis e.V. wird Bürgerbeteiligung digital unterstützt und weitreichend kommuniziert. Ein eigener Ehrenamt-Bereich ermöglicht die Anmeldung als Volunteer für die Ausstellung. Die Kampagne #zusammenwachsen verbindet analoge Aktionen mit digitaler Reichweite und schafft Identifikation mit der IGA weit über die Kernstandorte hinaus.

Herzstück der Beteiligung ist MEIN GARTEN, eine Datenbank mit interaktiver Karte, auf der Bürgerinnen, Bürger und Kommunen ihre eigenen Gärten ausstellen. Über eine eigens entwickelte Eingabemaske reichen sie ihre Projekte selbst ein. Ursprünglich unter eigener Adresse gestartet, ist die Plattform seit dem Relaunch vollständig in die IGA-Website integriert.

Veranstaltungen und Tickets

Mehr als 6.000 Veranstaltungen in 178 Tagen stellen besondere Anforderungen an das Eventmanagement. Das integrierte Eventsystem verwaltet Termine, Detailseiten, Kategorisierung und Standortzuweisung für die gesamte Programmbreite, von Fachkonferenzen über Konzerte bis zu Bildungsangeboten. Das Event-Tool stammt ursprünglich aus der RVR-Plattform und wurde für die IGA deutlich erweitert: Buchungen laufen wahlweise über ein internes Buchungssystem im CMS oder über angebundene externe Lösungen. Veranstaltungen sind zudem direkt mit den zugehörigen Garten-Projekten verknüpft. Der Ticket-Vorverkauf ist direkt auf der Plattform eingebunden: Besucher:innen können Dauerkarten und Einzeltickets ohne Medienbruch erwerben.

Partnerschaft statt Projekt

Was diese Referenz besonders macht, ist nicht ein einzelnes Feature oder ein einzelner Relaunch. Es ist eine Arbeitsbeziehung, die über sechs Jahre gewachsen ist. Ein fester Product Owner als Key Accounter bildet die Brücke zwischen beiden Seiten. Das Entwicklungs- und UX-Team ist seit Jahren im Projekt – jeder kennt das System, die Ansprechpartner und die Kultur des RVR. Die gesamte Serverinfrastruktur liegt bei Hetzner in deutschen Rechenzentren und wird vollständig administriert; Deployments laufen über eine Git- und Docker-Pipeline mit definierten Stages.

Dass der RVR die fortlaufende Betreuung, den Support und das Hosting seit dem Relaunch 2019 bereits zweimal neu ausgeschrieben hat und der Zuschlag jedes Mal erneut erfolgte, ist das stärkste Zeugnis dieser Partnerschaft – die ihren Ursprung bereits 2012 hat. In einem Vergabeumfeld, das Wettbewerb fordert, ist Wiederwahl kein Automatismus – sondern ein Ergebnis von Vertrauen, das man sich erarbeiten muss.

Technologie

Die Plattform basiert auf TYPO3; Veranstaltungsmanagement und Community-Funktionen sind Eigenentwicklungen, zugeschnitten auf die spezifischen Anforderungen der IGA. Betrieben wird sie in deutschen Rechenzentren mit Kubernetes als Betriebsumgebung. Diese Kombination liefert im Alltag stabile Performance und fängt beim Vorverkaufsstart oder an besucherstarken Ausstellungstagen auch kurzfristig hohe Zugriffszahlen ab. Automatisierte Deployments, Monitoring und regelmäßige Backups sichern den laufenden Betrieb über die gesamte Ausstellungsdauer.

Technische Highlights

  • TYPO3 als CMS-Basis, aufbauend auf der gemeinsamen Plattformarchitektur mit dem RVR
  • Integriertes Veranstaltungsmanagement mit Kalender, Kategorisierung und Standortzuweisung
  • Ticket-Integration für Vorverkauf und Dauerkarten
  • Community-Funktionen: Pop-Up-IGA, Offene Gartenpforte, Ehrenamt-Anmeldung, Freundeskreis
  • Mehrsprachigkeit in acht Sprachen via GTranslate
  • Barrierefreier Auftritt
  • MEIN GARTEN: Datenbank mit interaktiver Karte und Eingabemaske für eingereichte Gärten
  • Event-Buchung intern im CMS oder über externe Systeme
  • Newsletter-Integration
  • Elastisch skalierender Kubernetes-Betrieb
  • Hosting in deutschen Rechenzentren
  • Git & Docker Deployment-Pipeline

Lessons Learned

  • Eine Eventplattform dieser Dimension braucht eine Informationsarchitektur, die Orientierung schafft, ohne die Vielfalt der Inhalte zu reduzieren.
  • Community-Funktionen müssen vor dem Launch vollständig durchdacht sein, denn nachträglich lassen sie sich kaum ohne Qualitätsverlust ergänzen.
  • Die Verzahnung von Eventmanagement, Ticket-Integration und redaktionellem Content erfordert frühzeitige technische Abstimmung aller Beteiligten.
  • Wer auf einer langjährigen regionalen Partnerschaft aufbauen kann, startet mit gemeinsamer Technologie und gewachsenem Vertrauen deutlich schneller ins Projekt.

Nächster Schritt

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