Referenzen > Regionalverband Ruhr (RVR)

Eine Region. Eine Plattform. Seit Jahren gemeinsam weitergedacht.

rvr.ruhr

Kurzüberblick

 

Projekttyp

Langfristige Partnerschaft / Regionale Digitalplattform

Unsere Rolle

Strategischer Digitalpartner: Konzeption, UX-Design, Plattform-Entwicklung, Hosting und fortlaufende Weiterentwicklung

Systemcharakter

Multisite-Plattform mit zentralem Baukasten und individuell konfigurierbaren Themenseiten

Reichweite & Nutzung

24+ Websites im Verbund – von Regionalplanung über Geopark bis Energiewende, für 5,1 Millionen Menschen in 53 Kommunen

Wirkung

  • Eigenständige digitale Identität für den RVR 
  • neue Microsites in Stunden einsatzbereit
  • demokratische Teilhabe bei den Ruhrwahlen
  • German Design Award (Winner)

Plattform in Fakten

  • Partnerschaft seit 2012 – dreifach durch öffentliche Vergabeverfahren bestätigt
  • 24+ Websites aus einem zentralen Multisite-System
  • 5,1 Millionen Menschen in 53 Kommunen als Zielgruppe
  • Mehrsprachigkeit in acht Sprachen, darunter Ukrainisch, Türkisch und Polnisch
  • Barrierefreiheit nach BITV 2.0 / WCAG – extern auditiert und iterativ optimiert
  • German Design Award (Winner)
  • Hosting in deutschen Rechenzentren · Git & Docker Deployment-Pipeline

Hintergrund und Zielsetzung

2017 stand der Regionalverband Ruhr vor einer strukturellen Herausforderung: Die bisherige Webpräsenz verschwand im allgemeinen Regionalportal metropoleruhr.de – über 5.000 Seiten, technisch veraltet, inhaltlich an der internen Organisationslogik ausgerichtet, nicht an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger. Die digitale Eigenständigkeit des Verbandes als zentraler Akteur der Metropole Ruhr war kaum erkennbar.

Mit der ersten Direktwahl des Ruhrparlaments 2020 und dem hundertjährigen Verbandsjubiläum rückte ein historischer Moment näher, der eine starke digitale Präsenz erforderte. Das Konzept für die öffentliche Ausschreibung setzte auf einen klaren Fokus: nicht die Organisation abbilden, sondern den Nutzen für die Region erlebbar machen. Eine intuitive Navigation für Bürgerinnen und Bürger. Schnellfinder statt Organigramm. Eine Plattform, die kommuniziert, informiert und einlädt – nicht nur dokumentiert.

Ergebnisse auf einen Blick

Vom Untermieter zur eigenen Bühne

Der RVR hat seine digitale Eigenständigkeit gewonnen. Unter rvr.ruhr tritt der Verband als moderner, kompetenter Gestalter der Region auf – mit eigener Stimme, klarer Absenderschaft und einem Erscheinungsbild, das die Vielfalt der Verbandstätigkeit widerspiegelt.

Neue Microsite in Stunden, nicht Wochen

Der Multisite-Baukasten ermöglicht es, neue Themenseiten innerhalb weniger Stunden technisch und strukturell aufzusetzen. Was früher aufwendige Einzelprojekte waren, ist heute ein standardisierter Prozess – bei gleichbleibend hoher Qualität und Markenkonsistenz.

Demokratische Teilhabe digital gestützt

Bei den Direktwahlen zum Ruhrparlament 2020 und 2025 diente rvr.ruhr als zentrale Informationsplattform für Wahlbegleitung und Ergebnisdarstellung – für über 5 Millionen Wahlberechtigte im Ruhrgebiet. Ein Anspruch, der weit über klassische Webkommunikation hinausgeht.

Ausgezeichnetes Designe

Das Projekt wurde mit dem German Design Award (Winner) ausgezeichnet – als Anerkennung für die Verbindung aus nutzerzentriertem Design, klarer Informationsarchitektur und technischer Exzellenz.

Ein Baukasten für die ganze Region

Das Herzstück der Plattform ist ein Multisite-Baukasten in TYPO3. Jedes Thema des RVR – ob Umweltportal, Revierpark oder Europastrategie – erhält einen eigenen digitalen Auftritt. Aber nicht als isolierte Website, sondern als Teil eines Ökosystems mit gemeinsamer technischer Basis. Der Baukasten definiert klare Freiheitsgrade: Leitfarbe, Logo, Menüstruktur, Header, Footer und Suchkonfiguration lassen sich pro Microsite individualisieren, während ein globaler Styleguide dafür sorgt, dass der RVR als Herausgeber stets erkennbar bleibt.

Heute umfasst das Ökosystem über 24 Websites – darunter europa.ruhr, geopark.ruhr, energiewende.ruhr, welcome.ruhr und digitalhealth.ruhr. Neue Anforderungen aus der Organisation werden in wenigen Stunden technisch umgesetzt. Was bei anderen Organisationen separate Projekte mit separaten Budgets wären, ist hier ein eingespielter Prozess.

Regionalverband Ruhr Screens auf dem Tablet

Funktionen, die mit der Region wachsen

Die Plattform ist weit mehr als ein Informationsangebot. Interaktive Karten auf Basis von OpenLayers und GIS-Technologie machen Projekte des Verbandes – Radwege, Grünflächen, Infrastrukturvorhaben – für Bürgerinnen und Bürger verortbar und greifbar. Ein eigens entwickelter Projektexplorer mit Kachel- und Filterlogik macht die Projektlandschaft des RVR durchsuchbar, verknüpft mit einer integrierten Kartenansicht.

Ein umfassendes Eventsystem mit Kalender, Detailseiten, Online-Anmeldung und Wartelisten unterstützt den öffentlichen Dialog – von Fachkonferenzen bis zu Bürgerveranstaltungen. Jede Microsite verfügt zudem über eine eigene SOLR-basierte Relevanzsuche, zugeschnitten auf den jeweiligen thematischen Kontext.

Demokratie digital: Die Ruhrwahl

Ein besonderer Moment in der Geschichte der Plattform waren die Direktwahlen zum Ruhrparlament – 2020 erstmals, 2025 erneut. rvr.ruhr wurde zum zentralen Informationskanal: mit Kandidatenübersichten, Wahlkreisinformationen und Ergebnisdarstellung in Echtzeit. Die Plattform hat damit einen direkten Beitrag zur demokratischen Teilhabe in der Region geleistet – und gezeigt, welche Reichweite und Verlässlichkeit die technische Basis bietet.

Zugänglich für alle – barrierefrei und mehrsprachig

Als öffentlicher Auftraggeber trägt der RVR besondere Verantwortung für die Zugänglichkeit seiner digitalen Angebote. Die Plattform wurde auf Basis von BITV 2.0 und WCAG entwickelt, extern auditiert und in bisher zwei Entwicklungszyklen iterativ optimiert. Ergänzend steht ein Bereich in Leichter Sprache sowie eine ReadSpeaker-Integration zur Verfügung. Für die vielfältige Bevölkerung des Ruhrgebiets wurde eine automatisierte Übersetzung in acht Sprachen – darunter Ukrainisch, Türkisch und Polnisch – integriert. Eine pragmatische Lösung, die Inhalte schnell und effektiv für neue Zielgruppen öffnet.

Partnerschaft statt Projekt

Was diese Referenz besonders macht, ist nicht ein einzelnes Feature oder ein einzelner Relaunch. Es ist eine Arbeitsbeziehung, die über sechs Jahre gewachsen ist. Ein fester Product Owner als Key Accounter bildet die Brücke zwischen beiden Seiten. Das Entwicklungs- und UX-Team ist seit Jahren im Projekt – jeder kennt das System, die Ansprechpartner und die Kultur des RVR. Die gesamte Serverinfrastruktur liegt bei Hetzner in deutschen Rechenzentren und wird vollständig administriert; Deployments laufen über eine Git- und Docker-Pipeline mit definierten Stages.

Dass der RVR die fortlaufende Betreuung, den Support und das Hosting seit dem Relaunch 2019 bereits zweimal neu ausgeschrieben hat und der Zuschlag jedes Mal erneut erfolgte, ist das stärkste Zeugnis dieser Partnerschaft – die ihren Ursprung bereits 2012 hat. In einem Vergabeumfeld, das Wettbewerb fordert, ist Wiederwahl kein Automatismus – sondern ein Ergebnis von Vertrauen, das man sich erarbeiten muss.

Technologie

Die Plattform basiert auf TYPO3 mit einem eigens entwickelten Multisite-Baukasten und konfigurierbarem Styleguide. Suche läuft über Apache SOLR, Karten über OpenLayers mit GIS-API-Anbindung.

Das Hosting liegt in deutschen Rechenzentren; Deployments werden über eine Git- und Docker-Pipeline mit definierten Freigabestufen abgewickelt. Entwicklung und Weiterentwicklung erfolgen agil nach Scrum.

Technische Highlights

  • TYPO3 als CMS, fortlaufend aktualisiert
  • Eigener Multisite-Baukasten mit konfigurierbarem Styleguide (Farben, Logo, Menü, Header, Footer, Suche)
  • Apache SOLR – pro Microsite konfigurierte Relevanzsuche
  • Interaktive GIS-Karten auf Basis von OpenLayers, angebunden an das Geodaten-Referat
  • Eigenentwicklung Veranstaltungsmanagement: Kalender, Detailseiten, Anmeldung, Wartelisten
  • Projektexplorer mit Kachel- und Filterlogik inkl. Kartenansicht
  • Mehrsprachigkeit in acht Sprachen via GTranslate
  • Barrierefreiheit nach BITV 2.0 / WCAG – extern auditiert, Leichte Sprache, ReadSpeaker
  • Git & Docker Deployment-Pipeline mit mehrstufigen Release-Stages
  • Hosting in deutschen Rechenzentren

Lessons Learned

  • Multisite-Baukästen funktionieren nur, wenn Freiheitsgrade und Standards gemeinsam von Anfang an definiert werden – nachträglich ist beides kaum noch steuerbar.
  • Barrierefreiheit ist kein Feature, das man abhakt, sondern ein Prozess – externe Audits machen den Fortschritt messbar und objektivierbar.
  • Langfristige Partnerschaften im öffentlichen Sektor entstehen nicht trotz Vergabeverfahren, sondern durch Qualität, die in jedem Zyklus aufs Neue überzeugt.
  • Pragmatische Lösungen sind keine Kompromisse – sie sind oft der schnellste Weg zum Ziel, wenn der Kontext stimmt.

Nächster Schritt

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